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Patrik Tschudin

<b>Edward Bulwer-Lytton: Was wird er damit machen?<b>

Buchpräsentation, Lesung und Apéro
Bernd Rauschenbach, <b>Jan Philip Reemtsma<b> und Joachim Kersten stellen die neu erschienene, von Arno Schmidt übersetzte Fassung dieses schillernden viktorianischen Gesellschaftsromans vor.

Dienstag, 12. April 2016, 19.30 Uhr
Allgemeine Lesegesellschaft
Münsterplatz 8, Basel
Fr. 15.–/10.–

Edward Bulwer-Lytton (1803–1873) war vieles zugleich: Angehöriger des britischen Hochadels, Autor zahlreicher Romane, Mitglied des Unterhauses, Vater des Generalgouverneurs von Indien, Kolonialminister und „Grand Patron“ der englischen Rosenkreuzer (letzteres freilich wider Willen). Lange nach dem Tod des politisch und literarisch so produktiven Autors rief eine Universität den „Bulwer-Lytton Fiction Contest“ ins Leben – jene Autoren auszeichnend, die den schlechtestmöglichen Anfang eines Romans schreiben... Nichtsdestotrotz geniesst Bulwer-Lytton in Kennerkreisen auch heute noch hohes Ansehen. Kein Geringerer als Arno Schmidt zählte zu seinen Bewunderern, was sich in mehreren deutschen Übersetzungen, aber auch in Radioessays und in verschiedenen intertextuellen Bezugnahmen manifestierte. Vor einigen Wochen publizierte der Suhrkamp Verlag mit „Was wird er damit machen?“ die Schmidt`sche Übersetzung eines Gesellschaftsromans, mit dem Bulwer-Lytton ein Porträt der Londoner Gesellschaft „voller Ränke und Volten“ lieferte: „Hinter der rasanten Handlung steht (...) die Frage, welche Handlungsmöglichkeiten den Menschen im gesellschaftlichen Gefüge des 19. Jahrhunderts überhaupt bleiben. Die Armen, die Reichen, die Findigen und die Demütigen – was werden sie aus ihrem Leben machen? Arno Schmidts Übersetzung verleiht den Figuren ihre je eigene Sprache – eine Meisterleistung, die beim ersten Erscheinen 1971 dem Roman zu Kultstatus verholfen hat.“ (Suhrkamp Verlag).